Home  »  Artikel – AMARANTHE – Ein neuer Nordstern am Metal-Firmament

AMARANTHE – Ein neuer Nordstern am Metal-Firmament

18. Juli 2011

Mit ihrem Debütalbum ernteten die Schweden großartige Kritiken und im Herbst wollen sie dann auch Deutschland unsicher machen. Grund genug, um mit der sympathischen Frontfrau Elize Ryd ein nettes Gespräch über die Band, von der man in Zukunft sicher noch viel, viel zu hören bekommen wird, zu führen.


Autona: Hallo Elize, zuerst einmal Glückwunsch zum Debütalbum. Klingt ein wenig wie eine Mischung aus ABBA und Soilwork...

Elize: (lachend) Das ist lustig, denn wir sind große Fans von Soilwork. Und ABBA ist natürlich weltweit eine große Nummer... vielen Dank für das Kompliment.

Autona: Wie sieht’s mit Konzerten in Deutschland aus?

Elize: Ich schätze, im Oktober werden wir eine Menge Shows – auch in Deutschland – spielen. Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren und wir fiebern dem entgegen. Für die Festivals war unser Album-Release leider schon zu spät. Wir hoffen aber, dass wir im kommenden Jahr bei den großen Festivals wie Wacken dabei sein können. Das wäre natürlich eine großartige Sache. Deutschland hat eine treue Metal-Szene und ist ein wichtiger Markt für jede Metal-Band. Deutschland... wir kommen! (lacht)

Autona: Du bist für den melodischen Gesang zuständig. Wäre Growlen auch was für Dich?

Elize: Natürlich! Mein Bruder ist ein ausgezeichneter Growler und ich bin quasi damit aufgewachsen, obwohl mir natürlich der melodiöse Gesang mehr liegt. Growling ist eine besondere Gesangsform und man braucht eine bestimmte Technik, um nicht sofort heiser zu werden.

Autona: In Japan habt Ihr bereits gespielt, richtig?

Elize: Richtig, wir hatten dort mehrere Pressetermine und eine Show in Tokio...

Autona: ...keine Angst vor Radioaktivität?

Elize: In Tokio läuft wieder alles im öffentlichen Leben in geregelten Bahnen. Ich hoffe, dass wir keinerlei Strahlung abgekommen haben.

Autona: Wenn man die Öffentlichkeitsarbeit betrachtet, scheint Euer Label eine Menge für Euch zu tun?

Elize: Das stimmt. Die Unterstützung war bislang super und ich hoffe, dass es auch so weitergeht mit Shows, Presseterminen usw.. Wir sind super zufrieden!

Autona: Woran liegt es eigentlich, dass es so viele qualitativ hochwertige Bands in Schweden gibt?

Elize: (lachend) Puhh, die Frage hat mir noch niemals jemand gestellt. Mmhh, mal überlegen. Vielleicht liegt es daran, dass es im Winter so kalt ist und wir uns ins Warme verziehen, in den gemütlichen Proberaum und unsere Zeit mit unseren Instrumenten verbringen. Die Szene hier ist sehr familiär und durch andere Musiker bekommt man immer wieder den Kick. Und so hören wir amerikanische Mucke und lassen uns inspirieren...

Autona: Gibt es eine bestimmte Herausforderung für Dich als Musikerin, was Du unbedingt erleben möchtest?

Elize: In so vielen Ländern und auf so vielen Kontinenten zu spielen, wie nur möglich. Europa, Amerika, Südamerika, Asien. Die Südamerikaner sind auch ein besonders temperamentvolles Publikum. Das macht echt Spaß, ich liebe es. Und ich würde gerne im Vorprogramm von KISS spielen... oder Metallica. Jetzt planen wir erst einmal unsere Shows und schätzungsweise im Oktober geht’s dann los.

Autona: Besten Dank für das Gespräch. Bis zum Oktober... und noch viel Erfolg mit dem Album.

Elize: Vielen Dank zurück. Und hier noch ein lieber Gruß an unsere Fans in Deutschland. Wir sehen uns im Herbst!!!

 


interview by Dennis Rowehl (Jul 2011)
pictures by Spinefarm Records