GALAXY SAFARIs zweites Album geht von Anfang an in die Vollen. Die Schweden haben ja schon mit ihrem Stoner-Rock Erstling „Star On The Masquerade“ vor zwei Jahren positiv eingeschlagen – nun gibt’s den längst fälligen Nachfolger „Time For You To Leave“ endlich auch bei uns. Gleich der Opener „Make Another Deal“ marschiert los - er könnte doch glatt vom großartigen neuen FOO FIGHTERS Album sein – Alternative Heavy Rock à la Bonheur! Das gleiche gilt für das anschließende „My Own Prison“. Die erwarteten schweren Stoner-Rock-Breitseiten dann – endlich – in „Pretend“, mit einem genialen Mitgröhlchorus a la Lemmy: „you got fucked that’s what you got/you think you’re cool but we know that you’re not/ you’re just as sad as before/you got fucked thats what you got“. Herrlich! „My Anguish” schleppt sich heavy und melodiös dahin – mit schönem 60ies style Vocals am Ende. HELMET grüßen dann bei „Weak“: staubtrockene Gitarrenwand, trockenes Drumming. Sowieso muss das tolle variable Schlagzeugspiel von Alexander Malmström hervorgehoben werden, der jedem Song den nötigen Arschkick verpasst - man höre nur die punkige und rotzfreche Verpiss-dich-Hymne „Never Want To Know“, aus dem der Albumtitel entnommen wurde. In „Pray“ beweist Jesper Nyberg, dass er eine tolle bluesige Gesangsstimme für ruhigere Parts vorweisen kann – ein leicht psychedelischer hochmelodischer Song, der sich in fantastischer Weise bis zum Ende hin steigert. In die gleiche Kerbe haut „Some Day“ – eine richtig gelungene, dazu klischeefreie Ballade samt Hammond-Einsatz kriegt man ja auch nicht so einfach hin! GALAXY SAFARI schaffen das hier locker – und geben im finalen „Time To Play“ noch mal dermaßen Gas, dass der Godfather of Stoner Rock Josh Homme mit Sicherheit die Daumen nach oben ausklappen würde.
Anspieltipps: „Pray“ und „Make Another Deal“.
(4/5)
review by martin hannig



