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NENA - Balladen

06. September 2011

_Kai Havaii (Extrabreit) soll in seinen Memoiren seine und Nenas Heimatstadt Hagen mit dem "Charme einer eingeschlagenen Fresse"  
beschrieben haben; andererseits erinnere ich mich an den Song "Komm  
nach Hagen", in dem er darüber sang, dass in den Metropolen nichts   
mehr zu holen sei ... also auf nach Hagen, werde Popstar! Mach dein Glück! Was Nena betrifft, so hatte sie nicht nur geträumt, sondern stürmte erst Hagen, dann die Republik und später sogar die USA mit den
99 Luftballons, war in den Metropolen und sogar im schönen Ammerland, sonst Heimat von Volksmusik, einer einzigen großartigen Metalband und Geburtsort des letzten No Angels-Album, zuhause und räumt musikalisch immer noch ab. Respekt! Auf "Balladen" führt uns Nena durch ihre lange Schaffensphase und liefert dem Titel entsprechend neue Balladen sowie Klassiker wie "Lass mich dein Pirat sein", "Der Anfang vom Ende", "Unerkannt durchs Märchenland" ... und da Nena am Ende ein Einsehen mit ihren Fans hatte, dass eine reine Ansammlung von Kuschelsongs selbst für hartgesottene Softies zu viel des Guten ist, gab es zum Abschluss mit "Leuchtturm" noch eine Nicht-Ballade. Eine Art "Best-of"- Album zu bewerten, macht natürlich wenig Sinn, denn die einzelnen Studioalben mussten sich in den vorigen Jahrzehnten bereits den Kritikern stellen, weshalb ich auch keine Punkte verteile ... eines ist aber gewiss ... Nena hat es geschafft, kontinuierlich bis heute am Ball zu bleiben, ohne dabei zu altern, und dafür hat sie großen Respekt verdient.


review by dennis rowehl