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PORTUGAL. THE MAN - In The Mountain, In The Cloud

12. August 2011

Portugal. The Man – In The Mountain, In The Cloud

“In The Mountain, In The Cloud” ist die mittlerweile siebte Albumveröffentlichung der sympathischen Portugal. The Man aus Alaska. Der Richtungswechsel gen Pop, spätestens bemerkbar seit der 2009 erschienenen Platte „The Satanic Satanist“, welches seiner Zeit auf Platz 68 der deutschen Albumcharts zu finden war. Stilistisch geht „In The Cloud, In The Mountain“ auch ganz klar dorthin wieder zurück, welches aber keinesfalls einen Rückschritt bedeutet.  Auch die aktuelle Platte hat mittlerweile schon ihren Einstieg in die Top100 gemacht. Die erste Single „Got It All“ (This Can’t Be Living Now) war innerhalb kürzester Zeit auf den höchsten Rotationen sämtlicher Radiosender. Sie sind radiotauglicher geworden, keine Frage! Aber das steht den Jungs sehr gut.


Bei jedem der letzten Alben von Portugal. The Man fragte ich mich, wie sie es schaffen so wunderbare Musik zu machen, wenn man doch aus einem kalten und dunklen Land wie Alaska kommt? Bläserelemente wie im Intro von „Everything You See“ sind erstens neu für die Band und zweitens verleihen diese dem Song das I-Tüpfelchen. In gewohnter Perfektionalität haben Portugal. The Man hier wieder ein wunderbares Stück Musik abgeliefert und auch live ist die Band ein echtes Bonbon! Das Albumartwork der Band ist mal wieder nicht zu verachten, denn Bandmitglied John Gourley hat auch hier wieder höchstpersönlich Hand angelegt und dem Album auch visuell den letzten Schliff verpasst. Ebenfalls neu ist das Label der Band, denn niemand geringeres als Atlantic Records haben die Band unter die Fittiche genommen.


"In The Mountain In The Cloud" mutet in seiner Gänze wie ein perspektivisch entrücktes Stück Musik an, in dessen Korpus jeder Titel eine bestimmte Funktion erfüllt. Wie durch ein Fernglas betrachten Portugal. The Man eine Art filmische Szenerie und schreiben so ganz emotionsgeladene Popsongs, die trotz ihrer üppigen Orchestrierung authentisch und zu keinem Zeitpunkt überladen wirken. Die beeindruckende Vielschichtigkeit des neuen Albums eröffnet sich dabei jedoch erst nach mehreren Durchläufen. Trotz Ausverkauf bei Atlantic Records hin oder her, bleibt zu hoffen, dass uns John Gourley, Zachary Carothers und Co. noch für eine Weile erhalten bleiben und sich immer wieder selbst ins kollektive Musikbewusstsein zurückkatapultieren.

 

(5/5) Patrick Janssen