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Spitchild – SUNDAY MORNING PORN SHOW

19. Juli 2011

spitchild – SUNDAY MORNING PORN SHOW (unsigned)

Gleich vorweg: Ein passenderes Cover hätten sich Spitchild für ihr neues Album „Sunday Morning Pornshow“ nicht aussuchen können. Eine visuelle Darstellung, die irgendwo zwischen Kill Bill und Beethoven liegt. Auch die Webpräsenz der Band ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Eine lüsternde, ja fast erotisch klingende Stimme verliest dem Besucher Infos über die Band. Man merkt, bei dieser Kapelle stimmt das Gesamtpaket.


Gleich der erste Song „Gangbang Hotel Chain“ klingt nach einer Sonntagmorgen Porn Show. Die Stimme des Sängers klingt zuerst nach einer Mischung zwischen Marilyn Manson und Pearl Jam‘s Eddie Vedder. „Power Poser Porn Piano“ – eine Alliteration wie sie im Buche steht. Passender hätten Spitchild ihre Platte nicht nennen können. Vorantreibende Songs wie „Animal Game – Animal Pain“ gehen stark nach vorn und werden in allerfeinster Rockstar-Manier umgesetzt.
Deutlich zu hören sind Einflüsse von Rage Against The Machine bis Alter Bridge. Anstatt harter Gitarrenriffs hört man hier das Klavier und die Synthies scheppern ohne dabei auch nur ein Funken an echter 80’s Glam Rock’n’Roll  Autenzität zu verlieren. In dem Titeltrack zum Album heißt es „Sunday morning is the best time for a porn show“. Die Männer wissen was sie wollen!
Insgesamt bleiben Spitchild auf ihrem Debüt Album sehr in ihrem Genre stecken. Ob man das nun als authentisch oder gar langweilig beziffert, bleibt einem selbst überlassen und liegt somit eindeutig im Auge des Betrachters/Hörers.
Produzent Wolfgang Stach (u.a. Jupiter Jones, Guano Apes, BAP) hat die Platte ordentlich geschliffen und herausgekommen ist „Sunday Morning Pornshow“. Doch nach 7-8 Songs stimmt sich, langsam aber sicher, eine gewisse Langatmigkeit ein. Keine Frage, die Debütplatte der Jungs ist in jedem Falle hörenswert. Die Mischung und Verbindung mit klassischem Piano, Synthies und trotzdem mit beiden Beinen im Rock’n’Roll verankert, scheint meiner Meinung nach, bisher einmalig in der deutschen Musiklandschaft.

 

Trotzdem wären 3-4 Songs weniger auf dem Album allemal ausreichend gewesen.

(3/5) Patrick Janssen


spitchild website