Ehrlich gesprochen. Catherine und Allison Pierce – THE PIERCES – sind für ihr aktuelles Album „You & I“ jüngst im Vereinigten Königreich mit Gold ausgezeichnet worden. In Deutschland ist das Album gerade erst erschienen und in den USA, dem Heimatland der Pierces, gibt es die CD offiziell auch erst in Kürze zu kaufen.
Dennis Rowehl im Interview mit Catherine Pierce über die letzten beiden Alben, den Stilwechsel und darüber, was man bei der neuen Tour anders und besser machen kann.
Autona: Glückwunsch zur Goldauszeichnung für das neue Album in Groß Britanien. Ich habe gerade reingehört. Mir gefiel vor allem „It will not be forgotten“ und „Love you more“. Worum geht’s in Euren Songs?
Catherine Pierce: Vielen Dank. Diese Auszeichnung hat uns natürlich sehr gefreut. Mmhh, zu den Texten. Es ist eigentlich schwierig, über unsere Text zu sprechen. Die Lieder sind sehr persönlich und sagen an sich mehr aus, als wenn ich jetzt versuche, darüber zu sprechen, worum es genau geht.
Autona: Beim Album „13 tales of love and revenge“ hattet ihr eher einen Diva- bzw. Vamp-Style und auf den aktuellen Pressefotos geht das alles wieder in die „natürliche“ Richtung. Wie kam es zu diesem Stilwechsel?
C.P.: (lacht) Ja, beim letzten Album haben wir stark an uns herumexperimentiert und verschiedene Looks ausprobiert. Beim aktuellen Album sind wir wieder zu dem gekommen, wer wir wirklich sind.
Autona: Das aktuelle Album ist bereits in England veröffentlicht, in Deutschland und den USA erscheint das Album erst mit Verzögerung. Gibt es dafür eine Erklärung?
C.P.: Die gibt es. Weil unser Label in England den Sitz hat. Wir werden hier gut behandelt und für das Album gibt es viel Support. Es gibt eine gute PR und nachdem das Album hier gut angelaufen ist, wird sich zeigen, was in den anderen Ländern möglich ist.
Autona: Eine UK-Tour ist geplant. Wie sieht’s mit den USA, eurer Heimat, und Deutschland aus.
C.P.: Eine Tournee in den USA ist in Planung, die Termine sind aber noch nicht bestätigt. In Deutschland wollen wir natürlich auch spielen.
Autona: Ich hab anlässlich eures letzten Albums die Show in Köln gesehen. Das Album hat mir eigentlich sehr gut gefallen...
C.P.: ...danke, das klingt erfreulich...
Autona: ...die Show war allerdings ernüchternd. Wenig Leute und eine Unplugged-Session auf einer Bühne, auf der sonst nur Rock- und Metal-Bands spielen. Das wirkte alles sehr strange.
C.P.: Ja. Kann sein. Das lag vor allem am geringen Budget, was uns für die Gigs in Deutschland zur Verfügung stand. Und die Location passte nicht zur der Show. Bei der nächsten Tour ist alles anders.
Autona: Das heißt, dass es bei den anstehenden Konzerten eine Show mit kompletter Band geben wird?
C.P.: Ganz genau. Bei diesem Album wird alles größer und umfangreicher. Wir freuen uns schon sehr auf die Tour.
Autona: Lebt ihr eigentlich noch in den USA, wo ihr in England im Augenblick sehr erfolgreich seid?
C.P.: Nein, zurzeit leben wir in London.
Autona: Dann wünsche ich euch viel Erfolg bei der Tournee und mit dem Album hier in Deutschland.
C.P.: Vielen Dank und bis bald.
interview by Dennis Rowehl (Sept. 2011)




