Tokyo Blade - Thousand men strong (Fastball)
Während der NWoBHM konnten Tokyo Blade große Erfolge verbuchen, allerdings ohne den ganz großen Durchbruch. Trotz großer Songs wie "Lightning Strikes" und "Heaven is Hell" vom legendären ersten Metal Hammer-Sampler verschwand ein Kultsänger und nach diversen Line-up- Changes blieb letztendlich Andy Boulton übrig. Natürlich stellt man sich bei einer derartigen Veröffentlichung die Frage: Wie, die gibt's noch?" bzw. "Gibt's die auch wieder?" Ja, es gibt sie ... und natürlich mit irgendwie neuem Line-up :) Der neue Sänger Nicolaj Ruhnow macht seinen Job 80s-gemäß ordentlich und tendiert stark in die Richtung Tyran Pace; überhaupt klingen die ersten Tracks stark nach den Early-80s und aufgrund des Gesangs ergibt sich eine Mischung aus Tyran Pace und dem "Night of the Blade"-Album, was allerdings auch beinhaltet, dass es Tokyo Blade auch heute noch nicht hinbekommen haben, einen ordentlichen Sound ohne kratzende Gitarren hinzulegen. Da wäre heutzutage sicherlich mehr möglich gewesen. Nun denn, Tokyo Blade- Freunde der ersten Stunde mögen viel Freude an diesem Album haben, dennoch fällt auf, dass die Band diverse Stilelemente von anderen Alben der 80er abgekupfert haben: Beim Titelstück gibt es Passagen von Tyrant und Metal Church, der Anfang von "No Conclusion" stammt eindeutig von Def Leppard (High and Dry), "The Ambush" klingt nach alte Priest und der Anfang von "Killing Rays" ist original Rough Cutt (Double Trouble)! Kritiker können natürlich einwenden, dass das nichts Neues ist, nachdem "Blackhearts and jaded spades", Titeltrack des wohl besten TB-Albums, stark nach Iron Maiden's "Prowler" klang. Doch weiter im Text: Typisch sind natürlich die zweistimmingen Gitarreneinlagen, welche den Fans gefallen werden. Ganz besonders gelungen ist in diesem Zusammenhang "Heading down the road". Als Bonus gibt es abschließend noch eine Neuauflage von "Night of the Bade".
Insgesamt kann sich dieses Album durchaus (vor allem bei den Recken des NWoBHM) sehen lassen, allerdings zeigen Tokyo Blade auch diesmal, warum sie es damals nicht in die Liga der ganz großen Bands geschafft haben.
Ganz ordentlich okay!
(3/5)
review by dennis rowehl



