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TRAVELLERS - A Journey Into The Sun Within

29. Juli 2011

TRAVELLERS - A Journey Into The Sun Within (MetalMind)
 
“It’s a mixture of prog, ethnic music, the 80’s music, a lot of magic and space, and all of this crowned by Robin’s fantastic voice”, meint Wojtek Szadkowski, seines Zeichens Anführer des Projekts TRAVELLERS, und bekannt durch seine Arbeit mit SATELLITE, im beiliegenden Pressetext seines Projektes TRAVELLERS. Interessante Mischung, hören wir mal rein….  und begegnen im gleich 11minütigen Opener “Magic” ein intromäßiges Keyboardgeklingel, zudem sich bald ein Bass gesellt (der übrigens auch wie weiland bei den Doors von den Tasten kommt) und eine liebliche Flötenmelodie, bevor sich der folkige Engelsgesang von Sängerin Robin einklinkt. Langsam baut sich der Track auf, im Hintergrund dengeln Ethno-Percussions, die man ja auch von SATELLITE kennt, und dann hört man auch noch etwas altbacken klingende Hardrockakkorde, über die sich eine ausufernde Sologitarre legt. Hat jemand was von „he, das hört sich ja nach Progrock an!“ gerufen? Genau daran erinnert das ganze Album – eine eigentümliche, spezielle Mischung aus Prog, Rock, Ethno, Folk hat Szadkowski hier eingespielt.  "Letters to God" beginnt mit schönen Jean-Michel-Jarre-Synths – überhaupt scheinen die Synths absichtlich oder unabsichtlich aus den 80ies zu stammen – danach plätschert der Song aber nur so vor sich hin, unentschlossen zwischen Popfolk und Hardrock pendelnd. „Dreaming“ ist mit 5 Minuten der kürzeste Song dieses Albums, und überrascht mit einem schönen entspannten Gothic-Pop-Entwurf, der sich auch gut im Radio machen würde. Anschließend geht’s weiter mit dem bereits oben beschriebenen, meines Erachtens unentschlossenen Versuch, Prog und Folk mit Pop zu vermählen – heraus kommt meist Musik, die man zwar in Ruhe genießen kann, die einen aber nicht wirklich packt, weil sie zu künstlich, zu gewollt wirkt. Das Projekt krankt vielleicht dran, dass es nur ein „Projekt“ ist, und bei allem Wohlklang eigentlich nie das Gefühl entsteht, dass es auf lange Sicht Bestand hat. Am Ende kann „The Sun“ etwas versöhnen, ein 12minütiges Epos mit netter Hookline und schönen Gitarrenmelodien.

 

(2,5/5) Martin Hannig