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Y'AKOTO - Babyblues

23. August 2011

Eine der interessantesten Platten des Jahres bisher, traf vor einigen Tagen bei uns im Büro ein:  "Babyblues“ von Y’Akoto. Ich wusste anfangs gar nicht, was dort auf mich zukommen würde. Der erste Track „Tamba“, welcher auch die aktuelle Single der 23-jährigen ist, die mit bürgerlichem Namen Jennifer Yaa Akoto Kieck heißt. In dem Song werden ganz klar Erfahrungen und Eindrücke aus dem Umfeld ihrer Wurzeln verarbeitet. In „Tamba“ geht es z.B. um das schreckliche Schicksal einen Kindersoldaten. Ihre Songs erzählen Geschichten, denen der Zuhörer nicht stoppen möchte, zu folgen.


Tochter eines Ghanaers und einer Deutschen. Y’Akoto bewegt sich nicht nur geographisch zwischen Hamburg, Ghana und Togo. Ihre Musik, deutlich geprägt von afrikanischen aber auch Einflüssen der westlicheren Welt. HipHop und Soul-Einflüsse á lá Max Herre oder auch Joy Denalane sind auf ihrem Debütalbum ebenso wie Folk-Anschläge zu finden. Im Allgemeinen ist ihr Sound sehr reduziert. Y’Akoto war es wichtig, dass ihr Sound steht pur und beim wesentlichen bleibt, ganz nach dem Motto „Less is the new more“. Der eben genannte Max Herre hat ebenfalls an der Produktion der Platte mitgewirkt und und Y’Akoto besonders in ihren Belangen als Sängerin tatkräftig unterstützt. Babyblues ist insgesamt ein sehr persönliches Album, welches ausführlich zeigt wer Y’Akoto ist und was sie ausdrückt. Diese Offenheit verdient Respekt, denn nicht jeder Künstler, gibt heutzutage so persönliches frei; getrieben von den Vorgaben der Plattenlabels. Y’Akoto macht ihr Ding und auf „Babyblues“ kann man genau DAS erfahren.

 

(4/5) review by patrick janssen