EZPERANZA – Cölner Comeback
Mit ihrem Debütalbum „Kilt the Konvention“ erntete die Band insbesondere bei der internationalen Presse großartige Kritiken und die Zeichen standen auf Sturm ... und dann kam doch alles anders und es kristallisierten sich die Probleme heraus, von denen vermutlich 90% aller Bands ein Liedchen singen können. Probleme mit dem Label und einigen Bookern, viel Gerede, viele nicht gehaltene Versprechen und kontraproduktive Verträge. Und so verschwand die Band etwa ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums, um sich 2011 aber erneut neu zu formieren und so sprachen wir mit dem neuen und zweiten Gitarristen Tinker:
Autona: Was hat dich dazu bewogen, bei Ezperanza einzusteigen und somit ein
Comeback zu initiieren?
Tinker: Der Kontakt zu den Jungs, gerade zu Dennis, war immer da - wir haben uns häufig in Köln gesehen, Konzerte besucht und gemeinsam über alte und möglicherweise neue
Musikzeiten philosophiert. Aus diesen Gesprächen ist dann letztendlich die
Idee gereift, Ezperanza wiederzubeleben. Ich bin froh, dabei zu sein!
Autona: Welche Note hättest du als Musikredakteur dem Album "Kilt the
Konvention" gegeben?
Tinker: Schulnoten zugrunde gelegt eine 1 + natürlich (lacht) Um ehrlich zu sein -
das Songwriting ist klasse, "Die Young" zum Beispiel gehört ins Radio - und
das sage ich heute, 6 Jahre nach der Produktion. Und das ist unter heutigen
Gesichtspunkten wahrscheinlich die Schwachstelle von KtK - es fehlt sicher
ein wenig der "Druck" der heutigen Zeit!
Autona: In deiner Jugend hattest du bereits mit zwei Mitgliedern der Band
zusammengespielt. Wie war es, nach so langer Zeit wieder gemeinsam
Zeit in einem Proberaum zu verbringen?
Tinker: Schon die erste gemeinsame Probe hat gezeigt, dass neben dem
musikalischen Miteinader auch persönlich/menschlich auch mit den Jungs, die
ich noch nicht kannte, passt. Nach einigen Jahren ohne Band macht es
wirklich unheimlich Spaß, wieder gemeinsam zu proben und Songs
weiterzuentwickeln.
Autona: Du kommst aus Norddeutschland, offiziell stammt die Band aus Köln.
Wie klappt es mit den Proben?
Tinker: Das ist natürlich ein Handicap! Pötter und ich treffen uns allerdings
regelmäßig, um die Gitarrenparts einzuüben und aufeinander abzustimmen. Gut
ist auch, dass aufgrund der heutigen technischen Möglichkeiten ein Proben am
PC machbar ist - klar ist aber auch, dass das Feeling eine echten Probe
dadurch niemals ersetzt werden kann.
Autona: Es gab vor der Auflösung Probleme in Bezug auf das Label. Kannst Du
dazu was sagen?
Tinker: Leider nein.
Autona: Jacek (der Sänger) ist nebenbei als Schauspieler unterwegs. Er spielte u. a. beim „Experiment“ mit. Hat die Schauspielerei einen Einfluss auf die Musik?
Tinker: Wir sind ja nicht 30 Seconds to Mars ... (lacht).
Autona: Was ist für 2012 geplant?
Tinker: Ausgewählte Gigs und es gibt Pläne, eine EP zu produzieren. Einige Raw-Takes liegen noch auf Stand-by, dazu gibt es ein paar neue Sachen. Ich bin daa genauso gespannt wie du (lacht). Also dann sehen wir uns live.
interview by rock schmidt, picture by hermann fehners



