Für reichlich Presserummel sorgte Robin Beck bei ihrem Meet & Greet im Hard Rock Cafe’ in Köln, um ihr aktuelles Album „The Great Escape“ zu promoten. Begleitet wurde sie von Ehemann James Christian (House of Lords), der jüngst das Comeback-Album von Fiona produzierte. Nachdem Robin allgemeine Fragen in einer öffentlichen Pressekonferenz beantwortete und anschließend geduldig alle Autogrammwünsche ihrer Fans erfüllte, trafen wir sie persönlich zum Interview.
Autona: Deutschland und UK sind seit dem Coca Cola Hit „For the very first time“ deine größten Märkte. Konntest du deinen aktuellen Besuch hier in Deutschland genießen?
Robin Beck: Absolut, ich liebe Deutschland. Gestern waren wir in Berlin wegen einer Charity von McDonald’s und die Resonanz war ausgezeichnet.
Autona: Gibt es von Dir zum Album eine Tour?
Robin Beck: Anfang nächsten Jahres bin ich bei der „Rock meets Classic“-Tour mit Steve Lukather und Ian Gillan auf Tour. Darauf bin ich stolz und das wird eine große Sache. Eine Clubtour wird es erst einmal nicht geben. Ich denk, ich werde mich im Sommer auf einige Festivals konzentrieren?
Autona: Wegen des Wetters?
Robin Beck: (lacht) Nein. Ich habe eine Teenage-Daughter und ich möchte sie nicht für die Zeit einer ganzen Tour alleine lassen. Es gibt viele Celebrities, die überall auf der Welt ihre Nannys haben. Das ist nicht mein Ding. Ich will für meine Tochter da sein und ich könnte es mir niemals verzeihen, wenn etwas schiel läuft, weil ich nicht da war. Daher habe ich in den vergangenen Jahren auch weitgehend auf Tourneen verzichtet und nur dann Shows gespielt, wenn ich wusste, dass sie in der Zeit gut untergebracht war.
Autona: Als Tochter in einer Musikerfamilie ist sie sicherlich musikalisch?
Robin Beck: Absolut! Sie singt permanent und liebt außerdem die Schauspielerei...
Autona: ...aber sie singt keine Songs von dir oder House of Lords?
Robin Beck: (lacht) ...alles, nur das nicht! Sie singt – wie gesagt – rund um die Uhr und ist so begabt. Ich bin richtig stolz auf sie und sie wird ihren Weg noch gehen.
Autona: Wie groß ist der amerikanische Markt für dich?
Robin Beck: Während ich in Europa die Unterstützung von Coca Cola mit „For the very first time“ hatte, habe ich in den US darauf verzichtet, was vielleicht ein Fehler war. Jedenfalls war es in de USA wesentlich schwieriger. In den Metropolen wie L.A. und New York habe ich ebenfalls viele Fans, aber insgesamt konzentriere ich mich dort auf die großen Städte. England ist ein gutes Pflaster und vor gar nicht so langer Zeit hat „For the very first time“ noch einmal die Charts gestürmt.
Autona: Ich habe gerade noch gehört, dass du dir viel Zeit für jeden einzelnen Fan nimmst ....
Robin Beck: Unbedingt. Die Fans sind das Wichtigste für mich und wenn eine Autogrammstunde länger dauert, dann dauert sie eben länger. Das Verhältnis ist mir sehr wichtig!
Autona: Du und James (Christian) habt die Erfahrung gemacht, dass die alten 80er-Bands der AOR- und Hard Rock Szene immer noch oder wieder völlig angesagt sind. Allerdings gibt es insbesondere in dieser Szene kaum Nachwuchsbands. Woran liegt das deiner Meinung nach?
Robin Beck: Der Musikmarkt hat sich stark verändert und bei den alten, bekannten Bands weiß man, dass eine gewisse Fanbase vorhanden ist und das Risiko ist relativ klein. Bei Newcomerbands sind die Plattenfirmen immer sehr vorsichtig und ein Artist-Development ist kostspielig, sodass viele das Risiko scheuen. Wer weiß schon, wer der nächste Mick Jagger sein wird, aber das Risiko, viel Geld zu investieren und dann vielleicht dann doch keinen Mick Jagger zu haben, ist zu groß.
Autona: Du unterstützt auch eine Nachwuchsband namens KANED... wie geht’s voran?
Robin Beck: Die Mädels sind super. Wir, das heißt James und ich, bauen sie Stück für Stück auf. Sie waren Support bei diversen HOUSE OF LORDS – Shows und haben das Publikum überzeugt.
Autona: Dann wünsche ich euch noch viel Erfolg. Viel Spaß noch in Köln und bis bald.
Robin Beck: Vielen Dank.
interview by dennis rowehl



