Hot Rods, Rock and Roll, Dragster, US-Cars und Beschleunigungsrennen ... das ist die Welt des erfolgreichen Dragster-Kapitäns Micha Vogt mit seinem RACE ANTZ-Teams, der seit Jahren bei den legendären Street Eliminator- sowie King of Germany-Rennen die Spitzenplätze für sich in Anspruch nimmt. Entsprechend stieg das mediale Interesse an ihm und seinem legendären Bel Air. In einem Interview berichtet uns Micha Vogt über die Faszination einer ganz besonderen Rennszene.
Autona: Micha, Du bist seit Jahren einer der Champions beim KING OF GERMANY und beim STREET ELIMINATOR? Wie ist zu erklären, dass Du immer unter den vorderen Rängen zu finden bist?
Micha Vogt: (lachend) Gute Frage, das liegt vielleicht daran, dass wir unsere "Hausaufgaben" richtig machen und versuchen, unsere Autos immer weiter zu verbessern und schneller zu machen. Außerdem sind wir ja auch bereits seit der ersten Street Eliminator Saison dabei.
Autona: Woher kommt bei Dir die Faszination für US-Cars, besonders bezogen auf Dragster?
Micha: US-Cars haben mich schon immer fasziniert. Am Anfang waren es noch Jeeps und Pick-ups, mit Monsterrädern ... versteht sich ... damals bin ich Geländewagenrennen, Trail und Jamborees, gefahren. Dann hat es mich auf die Straße verschlagen und wir haben angefangen, auf Beschleunigungsrennen umzusteigen. Seit circa 1996 fahren wir "offizielle" Dragsterrennen. 1999 bin ich das erste Mal 9 sec gefahren, Runner up in Hockenheim, seitdem wurde es nur noch schlimmer und ich wollte immer schneller fahren. 2009 folgte dann die erste 7 !!
Autona: Gibt es Pläne, zukünftig wieder in Schweden Rennen zu fahren und wie sieht's mit den USA aus? Das müsste doch schon eine große Herausforderung sein, oder?
Micha: In Schweden und England würden wir sehr gerne fahren. Wir spielen mit dem Gedanken, eventuell nächstes Jahr in der Top Doorslammer Klasse in Schweden zu starten. Ich würde auch sehr gerne mal in England bei der englischen SE mitfahren. Mal sehen. Ein Hauptsponsor wäre da sicherlich sehr hilfreich!
Autona: Ist bei den Rennen auch ein größeres weibliches Publikum zu finden oder ist das eher eine Männer-Domäne?
Micha: Eigentlich gibt es hauptsächlich männliche Fahrer, was aber das Publikum betrifft, gibt es mittlerweile auch viele weibliche Zuschauer.
Autona: Worin liegt für Dich nach so vielen Jahren immer noch der Reiz? Ist es der Rausch an der Geschwindigkeit oder der Ehrgeiz, immer wieder die eigenen Streckenrekorde zu knacken?
Micha: Beides, der Rausch ist ganz klar einer der Hauptgründe. Im Ernst, wenn das Ding nach vorne schießt, ist es echt, als wenn dir jemand 400 Meter lang ins Kreuz tritt (lacht)! Und auch der Ehrgeiz, immer schneller zu werden, damit der Kick noch größer wird, spielt natürlich eine wichtige Rolle. Ich bin schon länger dabei und der Ehrgeiz treibt mich da an.

Autona: Ich habe gehört, dass die Dragster-Rennen für das Publikum sehr offen sind, sodass Fans auch zwischen den Rennen zu Eurem Stand kommen können, was im Rennsport doch schon sehr einzigartig ist. Wie wichtig ist für dich der Kontakt zu den Freunden und Fans?
Micha: Sehr wichtig und das ist auch eine besondere Eigenart der Rennen ... der unmittelbare Kontakt zum Publikum. Es macht immer wieder Spaß, mit Gleichgesinnten oder auch Fans zu plaudern und sich auszutauschen.
Autona: Wie viele Personen gehören zum Race Antz Team?
Micha: Fest sind es Hermann, der Crew Chief, und ich. Wir beide fahren überall zusammen hin und schrauben auch zusammen an den Rennern. Dann helfen uns noch ein paar Freunde, die auch zum Team gehören, aber leider nicht immer dabei sein können. So wie es die Zeit zulässt, sind sie aber dabei ... das sind Martin Huke, Stephan Diehn, Florian Eichler. Dann gibt es noch das Race Antz Team Berlin: Michael Weber und Maik Sauer sowie das Race Antz Team Enepetal: Frank Römer. Unterstützt werden wir auch noch von einigen Sponsoren und Freunden. In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Jungs von Motul und King Kerosin grüßen!
Autona: Vielen Dank soweit und weiterhin viel Erfolg.
Micha: Besten Dank & Rod on!
interview by dennis rowehl (aug 2011)



