Robin Beck

Robin Beck | Livin' on a dream
(Frontiers)

Warum nicht gleich "Livin' on a prayer"? Long live the 80s?! Wir erinnern uns ... Robin Beck wurde durch den Coca Cola Song "For the very first time" als One-Hit-Wonder berühmt und dann verlor man sie eigentlich aus den Augen. Nun ja, Beck's back mit einem neuen Album, aber die Hülle ist derart kitschig (insbesondere die Schriftart mit den Oma-Verschnörkelungen), dass dieses Cover eigentlich vom Kauf abhält; es wirkt, als würde man einen alten Camaro dachrinnenblau lackieren ... vielleicht sollte die Marketingabteilung über die zukünftige Covergestaltung nochmals nachdenken ... aber kommen wir nun zum Wesentlichen. Natürlich macht Robin nach wie vor harten Mainstream-Rock bis hin zum seichten Hard Rock derart, wie man es von ihr gewohnt war ... aber andererseits: Was hätte sie denn sonst machen sollen? Etwa Metalcore? Okay ... dafür, dass die Schatulle bzw. das Cover nicht unbedingt ansprechend ist, legt Robin mit dem Titelsong bereits richtig los! Musikalisch ziemlich straight! Auch die folgenden Songs sind eigentlich ziemlich überzeugend dargeboten: eingängige Refrains und Hooks, welche den richtigen 80th-Mainstreamer durchaus umhauen können. "Nothing's gonna change your world" klingt zwar verdammt nach Starship's "Nothing's gonna me (oder us) now", aber was soll's. Auch "Seventeen Forever" klingt nach musikalischen Vorbildern, diesmal nämlich nach Mr. Big. Insgesamt ist die CD bis zu diesem Zeitpunkt trotz old School erstaunlich frisch und dürfte Fans von Heart, Journey und Survivor begeistern. Zum Höhepunkt gelangt die Cd bei Song Nr. 10, "Magic", einen untypischen Up-Tempo-Song mit voller Power. Hier hätte man das Album beenden sollen, um ein absolut solides Album zu haben, aber es folgen zwei Songs, die zum Cover (wir erinnern uns: Kitsch!) passen, um letztlich noch einmal mit dem abschließendnen Song eine Schippe drauf zu legen. Als Resümee kann man festhalten , dass sich das Spektrum von Mittelmaß bis "absolut solide" bewegt, mit dem Ergebnis von 3,5 Punkten.

(3,5/5) Dennis


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