
Stan Bush | In this life
(Frontiers/Soulfood)
Wer sich an den Kultstreifen INTERCEPTOR (mit Charlie Sheen und Sherilyn Fenn) aus den 80ern erinnert, der weiß vermutlich auch noch, dass neben Ozzy Osbourne's "Secret Loser" ein gewisser Stan Bush auf dem Soundtrack vertreten war, der zeitgleich mit "Love don't lie", was später auch von den House of Lords gespielt wurde, einen Hit landete. Musikalisch konnte man Mister Bush in die Kategorie Richard Marx und Foreigner (Inside Information) einordnen, der nun - wie beinahe alle Stars und Halbstars aus der Zeit - ein neues Album präsentiert. Sowohl das Cover, als auch die Musik versetzen den Hörer bereits nach sehr kurzer Zeit in eine Zeitreise zurück ins Jahr 1988, denn die Songs könnten problemlos aus dieser Zeit stammen. Allerdings hat mir diese Zeitreise gefallen und man kann vermutlich froh sein, dass Stan Bush genau diesen Retroweg gewählt hat, denn die Songs sind rund und melodiös. Die Ballade "I can't cry" (übrigens mein Lieblingssong) könnte man hören, wenn man allein auf einem Highway in Arizona unterwegs ist und an seine Liebste denkt ... oder wenn Charlie mit Sherilyn auf dem Motorrad in den Sonnenuntergang fährt. Auch die einzelnen Töne des Gitarrensolos sind überraschen nicht... das macht aber nichts, denn die Töne sitzen einfach perfekt. Auch bei den weiteren Songs muss man unweigerlich an die 80er-Teenie Kommödien oder an Rocky denken. Nach einigen Tracks, die auch damals ein wenig unscheinbarer gewesen wären (wie zum Beispiel "Take it all the way") kehrt mit dem Titelsong (mein zweiter Lieblingssong) die Power zurück. Der kraftvolle Refrain könnte der abschließende Songs eines bereits erwähnten Movies sein, bei dem am Ende dann doch der Held gewinnt und als Belohnung mit der schönsten Darstellerin von dannen zieht. Auch wenn es (natürlich) wenig Überraschendes gab, lag vermutlich genau darin der Charme der CD. Mir hat sie gefallen!
(4/5) Dennis